Alsheim

Alsheim

Blick über AlsheimDie Ortsgemeinde Alsheim mit dem historischen Ortsteil Hangen-Wahlheim liegt mit direkter Anbindung zur B 9 am Fuße der Rheinterrassen. Auch mit der Regionalbahn/S-Bahn aus Mainz und Worms ist Alsheim gut zu erreichen. Die Züge verkehren halbstündig.

Weinberge und die typisch rheinhessischen Winzerhöfe prägen das Bild und den Charakter des Dorfes, das direkt am Rheinterrassenweg liegt und mit über 700 ha Rebfläche zu den bedeutendsten Weinbauorten Rheinhessens gehört.

Alsheim wurde 761 erstmals in einem Schriftstück des Klosters Lorsch urkundlich erwähnt. Eine Münze aus dem 7. Jahrhundert beweist, das Alsheim unter den Merowingern als wirtschaftliches Zentrum zwischen Worms und Mainz fungierte.

Die bekannteste Veranstaltung in Alsheim ist das Weinwandern, das immer am dritten Wochenende im September stattfindet. Sogar Besucher aus Schweden und Holland reisen jährlich an, um durch die Alsheimer Rebenlandschaft und Weinbergslagen zu wandern und sich unterwegs mit deftiger Winzerkost und Alsheimer Wein zu stärken. Ausrichter der Veranstaltung ist der Verkehrsverein Alsheim.

Kommen Sie doch auch einmal vorbei und wandern Sie mit oder entdecken Sie in aller Ruhe die Hohlwege, rund um Alsheim.

Sehenswert

Rathaus, Bachstraße 37: der Fachwerkbau von 1739 zählt zu den ersten Barockbauten in Alsheim und prägt den Ortsmittelpunkt.

Evangelische Kirche, Mühlstraße 35: die evangelische Kirche, ursprünglich St. Bonifaz, wurde 831 erstmals      erwähnt und zählt zu den vier rheinhessischen Heidenturmkirchen. Die Besonderheit dieser Kirchen besteht in der orientalisch anmutenden Turmform, die im Volksmund „Sarazenenturm“ oder „Heidenturm“ genannt wird. Ihr Ursprung liegt in der Zeit des ersten Kreuzzuges. Sehenswert im Innern der Kirche ist der aus rotem und gelbem Sandstein gemauerte Chorbogen, der um das Jahr 850 datiert wird, sowie die Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Die Kirche ist umgeben von einem Friedhofspark mit altem Baumbestand und Grabsteinen, die bis ins 19. Jahrhundert zurückdatiert werden können.

Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt, Bachstraße 2: der gotische Chor mit seinem Rauten-Sterngewölbe wurde im frühen 16. Jahrhundert fertig gestellt. Das Kirchenschiff stammt aus dem 18. Jahrhundert. Im Innern der Kirche sind gotische Statuen und Gemälde von Johann Conrad Seekatz zu bewundern.

Alsheimer SchlossAlsheimer Schloss, Oberdorfstraße 49: das Schloss, früher Ullnersches Gut, hat seine Ursprünge in der fränkischen Zeit. 1994 wurde das Anwesen renoviert. Das Schloss Alsheim fungiert als Standesamtliche Niederlassung der Verbandsgemeinde Eich und kann als Alternativ-Standesamt angemietet werden. Im Schloss finden regelmäßig Konzerte, Seminare und Ausstellungen statt. Das traditionelle HandArt Festival um Pfingsten herum zieht alljährlich viele Besucher aus nah und fern an.

Jüdischer Friedhof, Gimbsheimer Straße: Auf diesem Friedhof aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert fanden auch die Mitglieder der jüdischen Gemeinden in Gimbsheim und Mettenheim ihre letzte Ruhestätte. Kirchenruine Maria Magdalena Hangen-WahlheimAuf dem eingefassten Areal befinden sich Grabsteine aus der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Hangen-Wahlheim - ein kleiner Ortsteil von Alsheim mit nur wenigen Häusern – ist über einen 2 km langen Wanderweg mit herrlichen Blicken in das Rheintal erreichbar. Umgeben von dichten Bäumen und Sträuchern versteckt sich die Kirchenruine Maria Magdalena und Jakobus, eine in der Spätgotik errichtete Kirche. Grabkreuze aus dem frühen 18. Jahrhundert umgeben dieses romantische Fleckchen.