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Rheinhessenliebe.de unterwegs in der VG Eich

Kristin Heehler bloggt darüber, wie schön das Leben in und wie schön Rheinhessen an sich ist. Um zu zeigen, dass das Gute so nah liegt, widmet sich die 32-jährige seit September letzten Jahres „dem schönsten Teil Deutschlands“, wie sie Rheinhessen nennt, in einem Blog und sorgt damit für Furore. Auf „Rheinhessenliebe.de“ postet sie Erfahrungsberichte, stellt Ihre Geheimtipps vor, schreibt über Sehenswürdigkeiten, Cafés, Restaurants, Ausflugsziele und lädt Fotos hoch, die sie mit ihrem Handy macht. „Rheinhessenliebe.de“ hat täglich mehr als 50 Besucher, dazu bedient sie noch ihren großen Stamm Facebookfreunde und ca. 150 Follower auf Twitter.

Der Einladung des Touristikvereins und der Verbandsgemeinde Eich ist Kristin Heehler am vergangenen Mittwoch sofort und sehr gerne gefolgt. „Ich bin zwar in Oppenheim aufgewachsen, aber meine Eltern besaßen kein Auto. Ich war vielleicht ein-, zweimal im Altrheinsee schwimmen, aber mehr kenne ich leider nicht von diesem Teil Rheinhessens.“  Und so nahmen Sigrid Krebs, Geschäftsführerin des Touristikvereins und Martina Keiffenheim, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der VG, die Bloggerin unter ihre Fittiche und luden sie zu einer E-Bike – Tour ein, um ihr das Besondere dieser Region vorzustellen.  Selbstredend, dass an einem Nachmittag nicht alle Sehenswürdigkeiten zum Tragen kamen, zumal bei über 35° Hitze Durchstehvermögen gefragt war. „Wein? Naja, den gibt’s ja eigentlich überall in Rheinhessen, sagt Kristin Heehler mit einem Blick auf die Freizeitkarte der VG Eich.  „Wein und Landwirtschaft? Schon eher.  Aber sooo viel Wasser und ein riesiges Naturschutzgebiet?! Wow, das muss ich sehen!“  Die Bloggerin ist begeistert. Und so startet die Tour am Eicher See, führt auf dem Rhein-Radweg zur Rheinwiese „12 Apostel“ und vorn dort zum Ibersheimer Wörth, immer fachkundig mit Informationen versorgt durch Kultur- und Weinbotschafterin Sigrid Krebs.

Kristin Heehler genießt sichtlich die ländliche Idylle auf der ehemaligen Rheininsel und erfährt Wissenswertes über Apfelsorten, Korbmacher, Backsteinmescher und den Schinderhannes. Der Scheidegraben, bedeckt mit Wasserlinsen, hat es ihr aber besonders  angetan. Eine kleine Entenfamilie, zwei Schwäne und ein Kormoran, der sich in der Sonne die Flügel trocknet, entzücken die Rheinhessenliebhaberin.

Nach einer kurzen Rast im Restaurant „De Schambes“ in Hamm geht’s direkt zur Hütte am AltrheinErlebnisPfad. Dieser wurde auf Initiative von Bürgermeister Gerhard Kiefer und seinen Mitarbeitern entwickelt und wird im Herbst offiziell eröffnet. Das Natura 2000-Gebiet „Eich-Gimbsheimer Altrhein“ ist 667 ha groß.  Auch wenn Rohrschwirl, Drossel- und Schilfrohrsänger, Rohrweihe oder Wasserralle sich im Schilfgebiet leider nicht blicken lassen, Heehler macht sich eifrig Notizen und zückt immer wieder ihr Handy, um Fotos zu schießen und sie auf der Webseite und in den social media zu veröffentlichen. Weiter geht es zum Badestrand des Altrheinsees – Kindheitserinnerungen werden wach. Fasziniert ist die Oppenheimerin vom Anblick des Pfarrwiesensees mit dem beinahe futuristisch anmutenden großen Kiesförderband.  Einem Gemälde aus der Romantik dagegen gleicht eher der dahinter liegende Niederrheinsee mit seiner Flora und Fauna.

Das Tagelöhnerhäuschen in Gimbsheim ist die letzte Station. Eine Zeitreise beginnt für Kristin Heehler. Es ist die Zeit vor 100 bis 150 Jahren,  in der die meisten Menschen im Altrheingebiet bettelarm waren. So arm, dass sie mitunter nicht wussten, was sie am nächsten Tag essen sollen, und so arm, dass im Winter der Schnee auf ihren Bettdecken lag. Das Tagelöhnerhäuschen, errichtet im späten 18. Jahrhundert, ist baulich weitgehend unverändert geblieben.

Mit den Rädern auf dem Leinpfad in Richtung Ziel Eicher See sind alle beinahe wieder im Hier und Jetzt angekommen, denn der Rhein präsentiert sich hier – anders als im Mittelrheintal -  so herrlich idyllisch und ursprünglich.

Wenn Sie wissen möchten, was  Kristin Heehler fotografiert und was sie besonders an der Tour durch die Verbandsgemeinde Eich fasziniert hat, dann schauen Sie sich doch einmal auf ihren Seiten um. Unter dem Titel „Rheinhessen, deine Gewässer“ berichtet sie über ihre Eicher Erlebnisse in 2 Teilen. Der erste Teil ist schon veröffentlicht. Der Zweite folgt am kommenden Wochenende. 

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Text und Fotos: Martina Keiffenheim